Wir sehen die primäre Aufgabe unserer Organisation darin, Missbrauchsbetroffenen zu ihren Rechten zu verhelfen. Die härtesten Gegner dabei sind dumme Politiker und die Kirchen-Bosse.

Wie in einem Social-Media-Post zwischenzeitlich berichtet, befassen wir uns aktuell auch mit der sogenannten „Unabhängigen Kommission“ (UKA) der kath. Kirche.

Diese illustre Runde entscheidet über die Höhe von Entschädigungsleistungen an Betroffene von Vergewaltigungen und anderer Verbrechen in Einrichtungen der Papst-Company.

Kritiker sprechen wegen der fehlenden rechtsstaatlichen Prinzipien auch von einem Hexenverbrennungs-Tribunal. Wie damals im Mittelalter würden auch heute ganz nach persönlichem Befinden, dem Mondstand und der Kaffee-Temperatur mal solche und mal solche Entscheidungen getroffen. Kirchenmitarbeiter sollen gar gesagt haben, man würde in einem Würfelspiel über die Schicksale der Verbrechensopfer entscheiden.

Tatsächlich ist es so, dass alle uns bekannten Fälle an der kirchlichen Tradition festhalten, den Opfern Trinkgelder statt Entschädigungen auszuzahlen. Dies, trotzdem das Landgericht Köln bereits eine sprichwörtliche Hausnummer genannt hat, wie Opfer zu entschädigen sind.

Ebenso abenteuerlich ist, dass sich das angeblich unabhängige Gremium hartnäckig weigert, die eigenen Entscheidungen zu begründen. So müssen die Betroffenen dann im neu erfundenen Widerspruchsverfahren auf „blauen Dunst“ und ohne jede Kenntnis der Entscheidungswege Begründungen schreiben.

Jedem Jurist zieht es da die Schuhe aus. Unlustiger Fun-Fact dabei: Das Tribunal ist teils mit pensionierten Richtern – teils aus hohen Gerichten – besetzt, die nach wie vor auf der Gehaltsliste des Staates stehen und nun dem Rechtsstaat den sprichwörtlichen Mittelfinger zeigen.

Wir haben nun – in einem ersten Versuch – im Rahmen einer Datenschutzauskunft eines Betroffenen Einsicht in eines der Verhandlungsprotokolle zu erlangen. Protokolle, die es laut Kirche nicht gibt.

Der Betroffene hatte nach jahrelangen Vergewaltigungen in einer kirchlichen Einrichtung – mit zahllosen Einzelfällen eine Entschädigung in Höhe von etwa 20 Prozent dessen erhalten, was echte Gerichte in vergleichbaren Fällen für angemessen hielten. Auch in diesem Falle lehnte die Kirche es ab, die Entscheidung zu begründen oder auch nur die berücksichtigten Fakten zu nennen.

Auf diese Entscheidung musste der Betroffene mehrere Jahre warten. Auch das gehört nach unserer Erfahrung it anderen Betroffenen zur kirchlichen Zermürbungspraxis.

Das Ergebnis der Datenschutzauskunft war dann nichtweniger unverschämt als alles andere, was wir bisher in vergleichbaren Verfahren gehört du gesehen haben: Die Kommission übersandte ein Protokoll, das aus drei komplett schwarzen Seiten besteht.

Man kann der Papst-Company also guten Gewissens attestieren, das sie entgegen allen frommen Beteuerungen nicht und gar nichts dazugelernt hat. Es wird weiterhin gemauert und ausgesessen. In der Hoffnung, dass die Betroffenen freiwillig verzichten oder versterben. Dabei wäre es ein Leichtes, aus dem unfassbaren Milliardenvermögen angemessene Entschädigungen zu zahlen.

Dass sich eine merkwürdige Religionsgemeinschaft in einem Rechtsstaat so benehmen kann, kommt nicht von ungefähr. Hatten selbsternannt christliche Parteien in der schwindeligen Gefolgschaft der Kirche doch stets treue Wähler gefunden. Während sich die privaten Sponsoren, also die Kirchensteuerzahlen, angewidert abgewandt haben, ist in der Politik noch immer niemand wach geworden.

Wie geht es nun weiter? Wir werden im Inteesse der Betroffenen niemals so ein Benehmen akzeptieren. Wir sind der Rechtsauffassung, dass solche Informationen den Betroffenen zustehen. Dies werden die Gerichte zu entscheiden haben.

Dummen Politikern sprichwörtlich Beine zu machen, ist aber Aufgabe der Medien. Bekanntlich arbeiten Politiker nur dann, wenn eine Fernsehkamera zuschaut…

 

Bild: So sieht eine Auskunft der Kirche aus

 

 

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